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Werkstofftechnik

Lösungsglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Lösungsglühens ist das Lösen von gebildeten Ausscheidungen! Beim Schweißen oder Warmumformen treten durch den Wärmeeinfluss und die unkontrollierte Abkühlung Gefügeumwandlungen im Stahl auf. Dies ist vor allem bei austenitischen Stählen...
Diffusionsglühen eines hoch-legierten Stahls

Diffusionsglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Diffusionsglühens ist der Ausgleich von Konzentrationsunterschieden! Beim Erstarren von Stählen mit hohen Legierungskonzentrationen kann es dazu kommen, dass sich die Legierungselemente nicht homogen im Gefüge bzw. in den einzelnen Kristallen...
Rekristallisationsglühen eines gewalzten Blechs

Rekristallisationsglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Rekristallisationsglühens ist das Wiederherstellen eines verformten Gefüges zur Verbesserung der Verformbarkeit! Das Gefüge von gewalzten, gebogenen oder tiefgezogenen Werkstücken wird durch die hohen Umformkräfte stark verformt. Hierdurch ändern sich auch...
Grobkornglühen eines Automatenstahls

Grobkornglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Grobkornglühens ist die Verbesserung der Spanbarkeit! In der Regel ist ein grobkörniges Stahlgefüge aufgrund der relativ niedrigen Zähigkeits- und Festigkeitswerte unerwünscht. Einziger Vorteil eines gröberen Kornes ist die hieraus resultierende...
Weichglühen

Weichglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Weichglühens ist die Verbesserung der Umformbarkeit sowie der Spanbarkeit! Nicht jeder Werkstoff muss darauf ausgelegt sein, hohen mechanischen Kräften standzuhalten. Bei einer gebogenen Blechabdeckung mit ausgefrästen Sichtschlitzen kommt es bspw....
Induktionshärten eines Bolzens

Induktionshärten von Stahl (Oberflächenhärten)

Beim Induktionshärten wird das Werkstück durch induzierte Wirbelströme erwärmt. Die Steuerung der Einhärtetiefe erfolgt über die Frequenz des Wechselstroms! Die Brennerflammen beim Flammhärten führen im Allgemeinen zu einer großen Wärmeeinflusszone. Dies kann...
Nitrieren eines Nitrierstahls

Nitrierhärten von Stahl (Oberflächenhärten)

Das Nitrierhärten (Nitrieren) beruht nicht auf der Martensitbildung sondern auf der Bildung von harten und verschleißfesten Nitriden an der Werkstückoberfläche! Die Verfahren zur Oberflächenhärtung wie Flammhärten, Induktionshärten, Laserhärten und Einsatzhärten haben alle...
Laserhärten

Laser-Härten von Stahl (Oberflächenhärten)

Beim Laserhärten erfolgt das Erwärmen der Oberfläche durch einen Laserstrahl, die Abschreckung erfolgt durch Wärmeabfuhr im Werkstück (Selbstabschreckung)! Nochmals geringere Aufheizzeiten der zu härtenden Oberfläche als beim Induktionshärten bietet das Laserstrahlhärten (kurz:...
Flammhärten einer Oberfläche

Flammhärten von Stahl (Oberflächenhärten)

Oberflächenhärten dient der Erzeugung einer harten und verschleißfesten Randschicht bei Werkstücken aus Stahl, während die Zähigkeit im Kern weitgehend erhalten bleibt. Einleitung Eine harte Oberflächenschicht ist unerlässlich, um die Verschleißfestigkeit sich berührender Bauteile...
Magnetpulverprüfung (Magnetfelddurchflutung)

Magnetpulverprüfung

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Bei der Magnetpulverprüfung werden Oberflächenfehler von ferromagnetischen Bauteilen sichtbar gemacht. Einleitung Wie das Farbeindringverfahren ist auch die Magnetpulverprüfung ein Verfahren zur Untersuchung von Oberflächenfehlern wie bspw. Risse. Im Gegensatz zum Farbeindringverfahren können...
Messgerät für die Wirbelstromprüfung

Wirbelstromprüfung

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Mit Hilfe der Wirbelstromprüfung können Bauteile zerstörungsfrei auf Oberflächenfehler wie Risse untersucht werden. Mit Hilfe der Wirbelstromprüfung können elektrisch Leitfähige Materialien im oberflächennahen Bereich auf Poren, Einschlüsse und Risse untersucht werden. Auch...
Ablauf des Farbeindringverfahrens

Farbeindringverfahren

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Mithilfe des Farbeindringverfahrens können Oberflächenfehler von Bauteilen zerstörungsfrei sichtbar gemacht werden. Mithilfe des Farbeindringverfahrens können Oberflächenfehler von Bauteilen sichtbar gemacht werden. Da das zu untersuchende Bauteil dabei nicht beschädigt wird, zählt das...
Prinzip der Ultraschallprüfung

Ultraschallprüfung

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Mit der Ultraschallprüfung wird ein Bauteil durch Schallwellen zerstörungsfrei auf Fehler untersucht. Einleitung Das Ultraschallverfahren zählt zu den nicht-zerstörenden Prüfverfahren, da die zu prüfenden Werkstücke oder Bauteile während der Prüfung nicht beschädigt werden....
Tiefungsversuch nach Erichsen

Tiefungsversuch nach Erichsen

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Beim Tiefungsversuch nach Erichsen wird das Tiefziehverhalten eines Blechs untersucht. Bleche für Tiefziehanwendungen müssen eine sehr gute Kaltumformbarkeit aufweisen, d.h. sie müssen sich stark verformen lassen, ohne dass dabei ein Riss entsteht....
Schematischer Versuchsaufbau zum Relaxationsversuch

Relaxationsversuch

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Die Relaxationsspannung gibt für eine bestimmte Temperatur an auf welchen Wert die Spannung bei einer gewissen Dehnung nach einer bestimmten Zeit fällt! Im Zeitstandversuch werden Werkstoffproben bei erhöhter Temperatur einer konstanten Beanspruchung...
Zeitstandschaubild

Zeitstandversuch (Kriechversuch)

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Der Zeitstandversuch (Kriechversuch) dient der Untersuchung der Warmfestigkeit von Werkstoffen, die über längeren Zeitraum einer konstanten Beanspruchung bei erhöhter Temperatur unterliegen. Kriechen Werden Bauteile unter normalen Bedingungen unterhalb der Streckgrenze mit einer konstanten Zugbeanspruchung belastet,...
Aufbau zum Dauerschwingversuch nach Wöhler

Dauerschwingversuch nach Wöhler

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Der Dauerschwingversuch nach Wöhler gibt Aufschluss über die Festigkeit eines Werkstoffes bei stetig wechselnder Beanspruchung (dynamische Belastung). Einleitung Die Stärke der Beanspruchung nimmt im Zugversuch, Druckversuch und Biegeversuch langsam aber stetig zu, bis...
Versuchsaufbau zum Kerbschlagbiegeversuch

Kerbschlagbiegeversuch

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Der Kerbschlagbiegeversuch dient der Prüfung der Zähigkeit von Werkstoffen unter stoßartiger Belastung bei unterschiedlichen Temperaturen! Einleitung Die aus dem Zugversuch gewonnene Bruchdehnung und Brucheinschnürung lässt zwar eine Abschätzung über die Zähigkeit eines Werkstoffes...
Dauerfestigkeitsdiagramm nach Haigh

Dauerfestigkeitsschaubild nach Haigh und Smith

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Dauerfestigkeitsschaubilder nach Haigh oder Smith geben die maximal ertragbare Spannungsamplitude in Abhängigkeit der Mittelspannung wieder. Dauerfestigkeitsschaubilder Das Wöhlerdiagramm eignet sich zwar für die Auswertung von Dauerschwingversuchen, für den Konstrukteur ist dieses Diagramm jedoch...
Versuchsaufbau zum Biegeversuch

Biegeversuch

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Beim Biegeversuch wird eine genormte Werkstoffprobe bis zum Einsetzen einer plastischen Verformung oder bis zum Bruch gebogen! Versuchsaufbau Im Biegeversuch wird eine Probe bei einachsiger Biegebeanspruchung (Zug und Druck) belastet, um hieraus Aufschlüsse...
Versuchsaufbau zum Druckversuch

Druckversuch

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Beim Druckversuch wird eine Werkstoffprobe unter Druckbeanspruchung bis zum Bruch oder Anriss belastet! Die Prüfung von Werkstoffen unter Druckbeanspruchung wird im sogenannten Druckversuch vorgenommen. Dabei kommen genormte Rundproben zum Einsatz, die im...
Sprödbruch und Verformungsbruch

Zugversuch

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Der Zugversuch dient der Bestimmung der Festigkeit und der Zähigkeit eines Werkstoffes! Versuchsaufbau & Versuchsdurchführung Der Zugversuch ist eines der wichtigsten Verfahren zur Charakterisierung bzw. Gewinnung von Werkstoffkenngrößen. Im Zugversuch wird zum Beispiel...
Beanspruchungsarten

Zerstörende Werkstoffprüfung & zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (ZFWP)

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Bei der zerstörenden Werkstoffprüfung wird der Werkstoff beschädigt, bei der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung bleibt das Werkstück unbeschädigt. Stähle müssen als Konstruktionswerkstoffe im Allgemeinen den verschiedensten Beanspruchungs- und Belastungsarten standhalten. Zu den Beanspruchungsarten zählen: ZugDruckAbscherung...
Aufkohlen eines Einsatzstahls

Einsatzhärten (Oberflächenhärten)

Beim Einsatzhärten werden kohlenstoffarme Stähle zunächst in der Randschicht mit Kohlenstoff angereichert (Aufkohlung) und anschließend abgeschreckt! Die Zähigkeit (Duktilität) von Stählen nimmt mit abnehmendem Kohlenstoffgehalt zu, da sich dann weniger spröde Zementitanteile...
Temperaturverlauf beim Härten und Vergüten

Härten & Vergüten von Stahl

Ziel des Härtens ist das Erreichen einer harten und verschleißfesten Oberfläche, während beim Vergüten eine erhöhte Festigkeit im Vordergrund steht. Einleitung Die im Kapitel Glühverfahren erläuterten Wärmebehandlungen bezogen sich vorwiegend auf die Verbesserung...
Normalisieren eines heterogenen Gefüges

Normalglühen (Glühverfahren von Stahl)

Ziel des Normalglühens ist das Einstellen eines einheitlichen homogenen Gefüges mit reproduzierbaren Eigenschaften! Wie bereits im Kapitel Verformbarkeit der Metalle erläutert, führen feine rundliche Körner im Allgemeinen zu besseren Zähigkeits- und Festigkeitswerten...
Temperaturbereiche der Wärmebehandlungsverfahren

Überblick über die Wärmebehandlungsverfahren von Stahl

Wärmebehandlungsverfahren dienen zur gezielten Beeinflussung der Eigenschaften des Stahls. Das Gefüge eines Stahls beeinflusst im besonderen Maße dessen Eigenschaften. Das Stahlgefüge wird allerdings nicht nur durch die Erstarrungsbedingungen beeinflusst (siehe Artikel...
Gefügebild von untereutektischem Gusseisen mit einem Kohlenstoffgehalt von 3,85 %

Gusseisen

Einleitung Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm wurde bisher lediglich bis zu einem Kohlenstoffgehalt von 2,06 % betrachtet. Wird dieser Kohlenstoffgehalt überschritten, so ergeben sich weitere Phasenumwandlungen. Grundsätzlich ist damit auch ein anderer Gefügeaufbau verbunden. So...
Überblick über die Gefügeentstehung von Stählen

Zusammenfassung der Phasenumwandlungen von Stahl

In diesem Artikel ist eine kurze Zusammenfassung über die Phasenumwandlungen beim Erstarren und Abkühlen von Stahl gegeben. Einleitung Im Abschnitt Phasenumwandlungen im erstarrten Zustand wurden die Gefügeänderungen von Stählen während der Abkühlung ausführlich erläutert....
Vergleich des Eisen-Kohlenstoff-Diagramms mit dem Phasendiagramm einer Kristallgemischlegierung

Vergleich der Phasenumwandlungen in Stählen

Die Phasenumwandlungen in Stählen lassen sich mit denen von Mischkristall-Legierungen (völlig löslich) und Kristallgemisch-Legierungen (völlig unlöslich) vergleichen. Die untere Abbildung zeigt die Stahlecke des Eisen-Kohlenstoff-Diagramms des metastabilen Systems. Bei genauer der Betrachtung...
Bestimmung der Gefügeanteile eines untereutektoiden Stahls

Bestimmung der Gefügeanteile und Phasenanteile in Stählen

Für Stähle können die Gefüge- und Phasenanteile im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm mit Hilfe des Hebelgesetzes ermittelt werden. Einleitung Für viele Anwendungen ist es wichtig, genau zu wissen aus welchen Gefüge- bzw. Phasenanteilen sich ein...

Einfluss des Kohlenstoffs auf die Härte und Festigkeit von Stählen

Mit zunehmendem Kohlenstoffgehalt steigt die Härte und die Festigkeit von unlegierten Stählen an. Ab einem Gehalt von 0,8 % Kohlenstoff nimmt die Festigkeit wieder ab. Mit steigendem Kohlenstoffgehalt nimmt grundsätzlich auch...
Gefügebild von eutektoidem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,8 % (C80)

Phasenumwandlungen von Stählen im erstarrten Zustand (metastabiles System)

Je nach Kohlenstoffgehalt finden im Stahl weitere Phasenumwandlungen im erstarrten Zustand statt. Das abgekühlte Gefüge besteht aus Perlit und Ferrit. Einleitung Wie im Artikel Gefügeentstehung von Stählen während der Erstarrung erläutert, nimmt der...
Umwandlungslinien im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (Stahlecke)

Gefügeentstehung von Stählen während der Erstarrung

Stähle erstarren als Mischkristalllegierung. Das kubisch-flächenzentrierte Gefüge mit dem darin eingelagerten Kohlenstoffatom wird Austenit genannt. Einleitung Bei Stählen handelt es sich im Prinzip um Zweistofflegierungen, bestehend aus dem Hauptelement Eisen und dem Legierungselement...
Vergießen des Stahls im Strangguss

Vom Stahl zum Halbzeug

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Halbzeuge werden hauptsächlich im diskontinuierlichen Blockguss-Verfahren oder im kontinuierlichen Strangguss-Verfahren hergestellt. Blockguss Beim Blockguss erstarrt der noch flüssige Stahl des Stahlwerks in Kokillen zu konischen Blöcken mit jeweils einer Masse von einigen Kilogramm bis mehreren...
Elektro-Schlacke-Umschmelz-Verfahren (ESU)

Vom Rohstahl zum Stahl

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Um den heutigen Anforderungen von Stählen gerecht zu werden, muss der Rohstahl nach dem Frischen weiterbehandelt werden. Einleitung In den Anfangszeiten der Stahlherstellung wurde der Rohstahl direkt nach dem Frischen vergossen und war...
Pfannenwagen

Vom Roheisen zum Rohstahl

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Nach dem Abstich des Roheisens muss dieses entschwefelt und mit Sauerstoff oxidiert werden (Frischen), um hieraus Rohstahl zu erhalten. Einleitung Aufgrund des hohen Kohlenstoffgehaltes sowie den relativ hohen Konzentrationen an Phosphor und Schwefel...
Schachtofen für das Direktreduktionsverfahren

Direktreduktionsverfahren

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In der Debatte um eine möglichst CO2-arme Produktion von Stahl aufgrund des Klimawandels gewinnt das Direktreduktionsverfahren immer mehr an Bedeutung. Direktreduktionsverfahren Neben dem Prozessweg über den Hochofenprozess, existiert über das sogenannte Direktreduktionsverfahren noch...
Zonen im Hochofen

Hochofenprozess

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Im Hochofen reagiert das Eisenerz mit dem im Koks enthaltenen Kohlenstoff, sowie mit Zuschlägen, sodass sich graues oder weißes Roheisen bildet. Verbrennungsvorgang Das in oxidierter Form gebundene Eisen in den aufbereiteten Erzen muss...
Aufbau eines Hochofens

Eisenwerk

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Im Eisenwerk wird aus Eisenerz Stahl erzeugt. Zur Eisenhütte gehört die Möllerung, die Kokerei, der Winderhitzer (Cowper) und der Hochofen. Möllerung Nachdem die gemahlenen Erze in Form von Sinter und Pellets aufbereitet wurden...
Schematischer Überblick eines Roheisenwerkes

Förderung und Aufbereitung von Eisenerz

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Nach der Förderung des Eisenerzes muss dieses für den Einsatz im Hochofen aufbereitet werden, um die chemischen Prozesse im Hochofen zu optimieren. Einleitung Eisen ist im Maschinenbau eines der wichtigsten Metalle, da dieses...
Phasendiagramm und Gefügediagramm eines Legierungssystems mit begrenzter Löslichkeit der Komponenten

Begrenzte Löslichkeit der Komponenten im festen Zustand (Gemisch aus Mischkristallen)

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Im allgemeinen sind die Komponenten von Legierungen nur begrenzt ineinander löslich. In diesem Fall bildet sich ein Gemisch aus Mischkristallen. Einleitung Eine vollkommene Löslichkeit bzw. vollkommene Unlöslichkeit der Komponenten eines Zweistofflegierungssystems stellen lediglich...
Phasendiagramm und Gefügediagramm eines Legierungssystems mit vollkommener Unlöslichkeit der Komponenten

Vollkommene Unlöslichkeit der Komponenten im festen Zustand (Kristallgemisch-Legierung)

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Sind die Komponenten einer Legierung im festen Zustand völlig unlöslich ineinander, dann bildet sich ein Gemisch aus Reinkristallen (Kristallgemisch). Einleitung Sind die beiden Komponenten eines Zweistofflegierungssystems im festen Zustand ineinander vollkommen unlöslich, so...
Lesen des Phasendiagramms eines Legierungssystems mit vollkommener Löslichkeit der Komponenten (Mischkristalllegierung)

Vollkommene Löslichkeit der Komponenten im festen Zustand (Mischkristall-Legierung)

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Sind die Komponenten einer Legierung im festen Zustand völlig löslich ineinander, dann bilden sich Mischkristalle. Einleitung Sind die beiden Komponenten eines Zweistofflegierungssystems (binäres System) im festen Zustand vollkommen ineinander löslich, so spricht man...
Einteilung der Legierungen

Legierungstypen

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Je nachdem in welchem Maße die beiden Komponenten im festen Zustand ineinander löslich sind, ergeben sich unterschiedliche Arten von Legierungen. Einleitung In vielen technischen Bereichen werden hohe Ansprüche an die verwendeten Werkstoffe gestellt,...
Heterogene und homogene Keimbildung

Arten von Keimen

Bei der heterogenen Keimbildung dienen Fremdkeime und bei der homogenen Keimbildung Eigenkeime als Auslöser für den Erstarrungsprozess. Einleitung Wie im Artikel Erstarrungsbedingungen erläutert, ist das Vorhandensein von Keimen eine Grundvoraussetzung damit Flüssigkeiten erstarren...
Gleitebene und Gleitrichtung (senkrecht ausgerichtet)

Schmid’sches Schubspannungsgesetz

Äußere Normalspannungen induzieren im Inneren eines Materials Schubspannungen, die unter einem Winkel von 45° maximal werden. Scherkraft Wird ein Material unter Zug beansprucht, dann wird sich dieses bei zu hohen Zugkräften F0 schließlich verformen....
Gefügestruktur von polykristallinem Eisen

Gefügebildung

Die Erstarrung einer Schmelze beginnt ausgehend von Keimen, sodass es dabei zu dem typischen körnigen Gefügeaufbau kommt. Polykristall Ein metallischer Werkstoff besitzt im Allgemeinen keine einheitliche Gitterausrichtung (siehe Gitterdefekte). Ausnahme hiervon bilden Einkristalle,...
Dendritisches Kristallwachstum (Keimwachstum)

Kristallwachstum

Beim polygonalen Kristallwachstum wird die Erstarrungswärme über den Kristall abgeführt und beim dendritischen Kristallwachstum über die Schmelze. Einleitung Im Beitrag homogene Keimbildung bzw. heterogene Keimbildung wurde die Entstehung von Keimen näher erläutert....
Wassertropfen auf einem Tischtuch

Heterogene Keimbildung

Bei der heterogenen Keimbildung lösen Keime, die nicht aus der gleichen Substanz wie die Schmelze bestehen, die Erstarrung aus. Einleitung Die im Abschnitt homogene Keimbildung betrachtete Keimbildung bezog sich auf die eigenen Teilchen in der...
Kritischer Keimradius und Keimbildungsarbeit in Abhängigkeit der Unterkühlung

Homogene Keimbildung

Bei der homogenen Keimbildung lösen Keime, die aus der gleichen Substanz wie die Schmelze bestehen, die Erstarrung aus. Gibbs-Energie Um die Vorgänge der Keimbildung zu verstehen, ist eine energetische Betrachtung unumgänglich. Dabei kommt...
Golfschläger als Anwendung eines amorphen Metalls (metallisches Glas)

Amorphe Metalle

Bei amorphen Metallen ist die Unterkühlung so stark, dass die Keimbildung unterdrückt wird und sich keine kristallinen Strukturen bilden. Im Abschnitt Keimarten wurde erläutert, dass sich mit stärkerer Abkühlung und damit Unterkühlung...
Abkühlkurve eines Reinstoffes

Kristallisationswärme

Beim Erstarren wird Wärme frei, die als Kristallisationswärme bezeichnet wird. Sie wirkt der äußeren Abkühlung entgegen. Einleitung Anhand des im Artikel Erstarrungsbedingungen erläuterten Handwärmers wird noch ein weiteres Phänomen während der Erstarrung von...
Bedingungen für eine Erstarrung

Erstarrungsbedingungen

Für das Erstarren müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Die Schmelze muss unterkühlt sein und es müssen Keime in der Schmelze vorhanden sein. Einleitung Ausgangspunkt der Gefügebildung ist in der Regel der flüssige Zustand....
Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines Einkristalls

Verformungsprozess im Einkristall

Die Verformung im Einkristall gliedert sich in vier Bereiche: Elastischer Bereich, Einfachgleitung, Mehrfachgleitung und Kristallerholung. Einleitung Auch wenn Einkristalle in der Technik weit aus weniger eingesetzt werden als Polykristalle, so lassen sich an...
Gitterorientierung für Einfach- und Mehrfachgleitung

Verformung am Einkristall

Bei der Verformung von Einkristallen bilden sich Gleitstufen vorzugsweise unter 45° zur Zugachse, da dabei die Schubspannungen maximal sind. Einleitung Zeichnet sich eine Werkstoff auf atomarer Ebene durch einen einheitliche Gitterausrichtung aus (keine...
Veranschaulichung einer Stufenversetzung

Verformungsprozess im Realkristall

Versetzungen sorgen aufgrund des schrittweisen Abgleitens von Gitterblöcken für eine spannungsarme Verformung. Einleitung Um einen Verformungsprozess in Gang zu setzen ist auf atomarer Ebene eine bestimmte kritische Schubspannung erforderlich. Wie im Abschnitt...
Einfluss der Gitterstruktur auf die Verformbarkeit

Einfluss der Gitterstruktur auf die Verformbarkeit

Jede Gitterstruktur besitzt unterschiedlich viele Gleitsysteme (Gleitmöglichkeiten) und ist somit unterschiedlich gut verformbar. Gleitsystem Wie im Abschnitt Grundlagen der Verformung erläutert, lassen sich plastische Verformungsvorgänge in Metallen auf ein Abgleiten von Gitterblöcken auf...
Realkristall mit Fehlstellen

Gitterdefekte

Als Gitterdefekte bezeichnet man Abweichungen vom idealen Aufbau einer regelmäßigen Gitterstruktur (Kristall). Einleitung Bei der bisherigen Betrachtung wurde stets von einer einheitlichen und fehlerfreien Struktur der Metalle ausgegangen. Solche ideale Kristalle existieren in...
Herleitung der Packungsdichte für das kubisch-flächenzentrierte Gitter (kfz)

Herleitung der Packungsdichte

Als Packungsdichte bezeichnet man das Verhältnis des Atomvolumens innerhalb einer Elementarzelle, zum Volumen der Elementarzelle. Definition der Packungsdichte Als Packungsdichte bezeichnet man das Verhältnis von Atomvolumen (V_A) innerhalb einer Elementarzelle zum Gesamtvolumen der...
Gleitebenen und Gleitstufen

Grundlagen der Verformung

Die Verformung von Metallen beruht auf dem Verschieben bzw. Abgleiten von Gitterblöcken. Unterschieden wird zwischn Einleitung Die relativ gute Verformbarkeit von Metallen im Vergleich zu anderen Werkstoffen ist eine bedeutsame Eigenschaft. Die...
Wichtige Gittertypen der Metalle

Wichtige Gittertypen

Wichtige Gittertypen sind das kubisch-flächenzentrierte (kfz), das kubisch-raumzentrierte (krz) und das hexagonal dichtest-gepackte Gitter (hdp). Einleitung Im Abschnitt Gitterstruktur von Metallen wurde erläutert weshalb sich die Atome in einem Metall in einer bestimmten Regelmäßigkeit...
Wirkende Kräfte auf die Atomrümpfe

Gitterstruktur von Metallen

Als Gitterstruktur bezeichnet man den regelmäßigen Aufbau von Metallen. Charakterisiert wird die Gitterstruktur durch die Elementarzelle. Einleitung Metalle nehmen im Maschinenbau eine wichtige Rolle ein. Sie sind im Vergleich zu anderen Stoffen relativ...